Der Hilferuf kommt aus der Notaufnahme…

Screenshot aus dem Beitrag der „Kreiszeitung“ vom 02.03.2016 zum Thema: Rotenburger Diakonieklinikum leidet unter hoher Belastung

… von der des AGAPLESION Diakoniekrankenhauses Rotenburg in diesem Jahr bereits das zweite Mal und öffentlich über die Regionalzeitung Gebrauch macht! Dr. Oliver Fröhlich, ärztlicher Leiter des Zentrums für Notfallmedizin, nennt in dem verlinkten Artikel aus der Kreiszeitung vom 02.03.2016 zwei bemerkenswerte Aspekte, die durchaus nachvollziehbar sind:

  • Statistische Untersuchungen haben ergeben, dass ca. 20 Prozent der Notfallpatienten durchaus ambulant und damit über die jeweilige Hausarztpraxis versorgt werden könnten.
  • Für eine Diagnose in der Notfallklinik erhält das Diakoniekrankenhaus Rotenburg 32,- € von den Krankenkassen erstattet. Die tatsächlichen Kosten liegen aber bei 130,- €, also dem vierfachen Betrag.

Das Problem der fehlenden Facharzttermine löst man als Patient mit einem „Abstecher“ in die Notaufnahme ohnehin nicht, da es bei Diagnose und Behandlung dort einzig und allein um gesundheitliche Notfälle geht, wie der Name ja schon sagt. Wenn aktuell jährlich rund 32.000 Patienten die Notfallklinik des AGAPLESION Diakoniekrankenhauses Rotenburg nutzen und diese Zahl jedes Jahr um fünf bis zehn Prozent steigt, wie Dr. Fröhlich berichtet, ist die Überlastung des medizinischen Personals aber auch des finanziellen Budgets vorprogrammiert.

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Und was macht nun der Patient?

Was er schon über viele Jahre gemacht hat: WARTEN bis er dran ist mit seinem Facharzttermin und immer in der guten Hoffnung, dass sich sein Gesundheitszustand nicht noch weiter verschlechtert. Und die Wartezeiten in der niedersächsischen Kreisstadt Rotenburg (Wümme) sind in der Tat zum Gotterbarmen, wie anhand der zwei folgenden Beispiele erkennbar ist:

  • Zwölf Wochen für eine Untersuchung der Sehstärke in der Gemeinschaftspraxis Augenärzte, Harburger Straße 52
  • Fünf Wochen bei einem 24-Stunden-Langzeit-EKG in der Kardiologischen Praxis, Große Straße 49

Alternativen dazu bieten sich, außer sein Glück in Hamburg oder Bremen zu versuchen, nicht. Es sei denn, man ist privat versichert oder begibt sich auf einen Pfad, der jenseits der Schulmedizin liegt und vertraut sich beispielsweise einem Heilpraktiker und dessen konventionellen Naturheilverfahren an. Letztgenannter Kompromiss wird sicher nicht die Lösung für alle Krankheiten sein, aber eine Überlegung ist der Besuch eines fachkundigen Alternativmediziners allemal wert.

Ein Thema, dem sich der Marktplatz60plus in der neuen Woche widmen wird.

Unser Beitragsbild stammt übrigens aus dem großzügig angelegten Park auf dem Altgelände des Mutterhauses vom AGAPLESION Diakoniekrankenhaus in Rotenburg.